Kapitel 38
Die höchste Tugend
Original
上德无为而无以为;下德为之而有以为。上仁为之而无以为;上义为之而有以为。上礼为之而莫之应,则攘臂而扔之。
故失道而后德,失德而后仁,失仁而后义,失义而后礼。夫礼者,忠信之薄,而乱之首。
前识者,道之华,而愚之始。是以大丈夫处其厚,不居其薄;处其实,不居其华。故去彼取此。
Übersetzung
Tiefe Reflexion
Worum geht es in diesem Kapitel?
Dieses Kapitel zeigt den Verfall vom Weg über die Tugend, die Güte, die Gerechtigkeit bis zur bloßen Sitte. Wahre Tugend ist spontan und ohne Absicht; künstliche Ordnung und Regelwerk sind Zeichen des Niedergangs. Der Weise sucht die Tiefe, nicht den äußeren Schein.
Was hat das mit mir zu tun?
Ich erkenne, wie oft ich mich in Äußerlichkeiten, Regeln oder dem Drang nach Anerkennung verliere. Wahre Güte und Tugend entspringen nicht dem Zwang, sondern der inneren Haltung. Ich darf mich auf das Wesentliche besinnen, statt mich in Formen zu verlieren.
Was soll ich heute tun?
Übe heute eine gute Tat ohne jedes Wissen oder Erwartung eines anderen. Tue sie einfach, und vergiss sie dann wieder.
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